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LIFE ON THE BORDER
Kinder aus Syrien und dem Irak erzählen ihre Geschichten

In "Life on the border" haben sieben Kinder aus Syrien und dem Irak in eigener Regie Filme gedreht und erzählen voller Kreativität und mit viel Mut und Ehrlichkeit von ihren Erlebnissen und ihrem Leben auf der Flucht.

Der große kurdische Regisseur Bahman Ghobadi, dessen Werk u.a. mit der Goldenen Palme des Festivals in Cannes oder dem Friedenspreis der Berlinale ausgezeichnet wurde, hat sich einem ganz besonderen Projekt gewidmet: Unter seiner fachkundigen Anleitung bekamen sieben Kinder aus den Flüchtlingslagern in Kobanê und Sindschar die Möglichkeit, mit eigenen filmischen Ideen von sich und ihren Erlebnissen zu erzählen. Abseits der täglichen Berichterstattung gewähren die jungen FilmemacherInnen so einen seltenen, unmittelbaren und authentischen Einblick in ihr Leben und ihre Erfahrungen. Mal ungeschönt dokumentarisch dann wieder voller Poesie erzählen sie ihre Geschichten in Bildern, die jeder gesehen haben sollte. Sie berichten von ihren Erfahrungen mit dem sogenannten Islamischen Staat und zeigen das harte Leben des Campalltags, aber auch ihre Traditionen und Musik. Voller Liebe für die Menschen, die sie verloren haben und die, die noch an ihrer Seite sind. Eine einmalige und wichtige Chance, das Leben der Menschen auf der Flucht mit ihren eigenen Augen zu sehen und verstehen zu können.

„Kobane und Sindschar sind Symbole für die IS-Gräuel und den vor allem kurdischen Widerstand geworden. Mit dem Ende der Kämpfe dort erlosch auch das Medieninteresse. Doch was wurde aus den vor dem Terror geflüchteten Kindern? „Life on the border“ bietet seltene Einblicke in ihre persönlichen Geschichten, in ihre Träume und Hoffnungen, in das neue Leben im Flüchtlingslager. Jenseits der gängigen Medienberichterstattung und immer aus der Perspektive der Kinder. Der Film berührt und ist sehenswert, weil er ganz nah an den Kindern dran ist und uns ihre Welt mit ihren Augen sehen lässt. Das Schicksal von Kindern, die viel Schreckliches erlebt haben und ihren Weg zurück ins Leben finden müssen.“  

Dietmar Kappe, UNO-Flüchtlingshilfe

Produzent Bahman Ghobadi wurde 1968 in Baneh im iranischen Kurdistan, nahe der Grenze zum Irak, als ältestes von sieben Kindern geboren. Seine Kindheit war geprägt vom ersten Golfkrieg. 1992 zog er nach Teheran und begann seine künstlerische Karriere. Er arbeitete als Assistent von Abbas Kiarostami und drehte zahlreiche eigene Kurzfilme. Der Durchbruch gelang ihm 1999 mit der Kurzdokumentation LEBEN IM NEBEL, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Im Zuge dieses Erfolgs drehte er ein Jahr später ZEIT DER TRUNKENEN PFERDE, den ersten kurdischen Spielfilm in der Geschichte des Irans, der u.a. mit der Goldenen Palme der Filmfestspiele von Cannes ausgzeichnet wurde. Auch seine folgenden Spielfilme und Dokumentation wurden mit Preisen wie dem Silbernen Bären und dem Friedenspreis der Berlinale sowie zahlreichen Publikumspreisen auf Festivals weltweit unzählige Male prämiert. Er lebt heute im Exil.

Hier können Sie folgendes Material herunterladen